Was bleibt
Fragmentarische Annäherung an den Tod meiner Mutter
Ein Foto-Textbuch
Was bleibt ist der dritte und abschließende Teil meiner Foto-Textbuch-Trilogie, die 2013 mit Notizen begann. Notizen entstand im Zusammenhang mit meiner Abschlussarbeit an der Neuen Schule für Fotografie. Als Inspiration diente ein Monodrama, das ich damals schrieb, in dem es um Beziehungen geht, um das Gefühl, verlassen zu werden, um Einsamkeit. Man sitzt da und starrt ins Leere. Als wäre jemand gestorben.
Das zweite Buch, Wann ist später, zeigt das ewige Gedankenkarussell einer älter werdenden Frau (ich) um das Kinderkriegen. Wie kann ich wissen, ob ich wirklich Kinder will? Aber was, wenn ich später bereue, keine bekommen zu haben? Und wann ist überhaupt später.
2024 starb meine Mutter. Ich begleitete sie beim Sterben. Und machte dabei keine Fotos. Nun bleibt Vieles lückenhaft. Wie auch in ihrem Leben Vieles lückenhaft blieb. Solange sie lebte, gab es keine Annäherung an die blinden Flecken, die man im Leben der eigenen Eltern nicht kennt. Nach ihrem Tod wird es auch keine mehr geben. Ich muss für immer mit dieser Lücke leben. Plötzlich ist es spät. Dieses Buch ist das, Was bleibt. Meine Erinnerung.
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